Gesundheit als Brücke in Arbeit - Erfolgreicher Kurs im Vogtland unterstützt arbeitslose Männer beim Wiedereinstieg
Gemeinsame Presseinformation von AOK PLUS und Jobcenter Vogtland
Das Jobcenter Vogtland und die gesetzlichen Krankenkassen fördern gemeinsam die Gesundheit arbeitsloser Menschen
Oelsnitz, 23. September 2025
Das Projekt teamw()rk für Gesundheit und Arbeit zeigt im Vogtland einmal mehr Wirkung: Ein Teilnehmer des speziellen Gesundheitskurses für arbeitslose Männer mit besonderen Belastungen konnte erfolgreich in Arbeit vermittelt werden. Der Kurs richtet sich an Männer, die häufig mit gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht, wiederkehrenden Erkrankungen oder sozialer Isolation zu kämpfen haben.
Im Mittelpunkt des Angebots steht nicht nur die berufliche Perspektive, sondern vor allem das Erlernen von Strategien für eine gesunde Lebensweise als Grundlage für eine nachhaltige Veränderung. Denn Krankheit macht oft arbeitslos und Arbeitslosigkeit wiederum krank. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, setzen das Jobcenter Vogtland, die AOK PLUS und der Bildungsträger Grone gemeinsam auf Gesundheitsförderung als Schlüssel für mehr Beschäftigungsfähigkeit.
„Dieser Erfolg zeigt, wie wichtig es ist, arbeitslose Menschen auch über den gesundheitlichen Zugang zu unterstützen. Der Kurs vermittelt Strategien für einen gesünderen Alltag und eröffnet damit neue berufliche Chancen. Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern zeigen: Prävention wirkt – auch und gerade bei denen, die oft am schwersten zu erreichen sind“, erklärt Manja Döscher von der AOK PLUS stellvertretend für die Gesetzlichen Krankenkassen im GKV-Bündnis für Gesundheit.
Auch Martina Kober, Geschäftsführerin des Jobcenters Vogtland, sieht in dem Ansatz einen wichtigen Beitrag für die Arbeitsmarktintegration: „Viele unserer männlichen Kunden berichten von gesundheitlichen Einschränkungen, die ihnen den Weg in Arbeit erschweren. Das Programm gibt uns die Möglichkeit, gezielt dort anzusetzen. Die erfolgreiche Vermittlung eines Teilnehmers bestätigt, dass wir mit dem Kurs einen wichtigen Beitrag zur Integration leisten. Deshalb wollen wir unbedingt weitere Durchgänge anbieten.“
Wie nachhaltig die Wirkung sein kann, zeigt sich auch aus Sicht des Bildungsträgers Grone: „Wir erleben bei den Teilnehmern oft, dass sich durch den Kurs ein Stück Alltag verändert, sei es durch mehr Bewegung, bessere Ernährung oder den Aufbau von sozialen Kontakten. Dass daraus nun auch ein direkter Schritt in Arbeit gelungen ist, ist für uns und für die Teilnehmenden ein großer Ansporn“, berichtet Yvonne Hinkel, Niederlassungsleiterin der Grone Bildungszentren Thüringen und Sachsen GmbH.
Hintergrund:
Seit 2014 gibt es das Modellprojekt „Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung in der kommunalen Lebenswelt“, da sich anhaltende Arbeitslosigkeit nachweislich auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt. Ziel ist es, die gesundheitliche Leistungsfähigkeit von Arbeitslosengeld- und Bürgergeldempfänger/-innen aktiv in die Integrationsarbeit einzubeziehen, sowie Angebote und Impulse zu geben, um diese zu erhalten, wiederherzustellen und zu verbessern. Was klein begann, führte zu einer Beteiligung von knapp 230 Standorten bundesweit im Jahr 2020. Und weil der Erfolg für sich spricht, wird das Modellprojekt unter dem neuen Namen „teamw()rk für Gesundheit und Arbeit“ seit 2023 zum verstetigten Programm weiterentwickelt.
Auch das Jobcenter Vogtland gehörte zu den Pilotstandorten und beteiligt sich gemeinsam mit der federführenden Krankenkasse AOK PLUS seit dem Jahr 2014 erfolgreich am Projekt. Weitere durch die AOK PLUS betreute Standorte in Sachsen sind die Jobcenter Zwickau, Meißen, Dresden, Mittelsachsen, Nordsachsen, Leipzig sowie das Jobcenter Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Zusätzliche Informationen finden Sie unter:
https://www.gkv-buendnis.de/buendnisaktivitaeten/bundesweite_aktivitaeten/arbeits__und_gesundheitsfoerderun/arbeits__und_gesundheitsfoerderung.html